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Interview mit Doug “Pinhead” Bradley! |
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Vorlesung zusammenzustellen ohne direkt darüber nachzudenken
was ich eigentlich genau damit anfangen wollte. Ich bin - wie Clive Barker - schon immer ein Fan des Horrorfilms gewesen, bevor ich
überhaupt daran dachte, dass ich selbst einmal Schauspieler sein
würde und in Horrorfilmen spielen würde. Ich habe schon immer die
Schauspieler bewundert, die in ihren Rollen Veränderungen
durchmachten, und diese Tatsache war mir sehr wichtig, das hat mir
in Bezug auf die „Hellraiser“-Filme viel gegeben. Und so war mein
Hauptaugenmerk in meinen Vorlesungen die Arbeit des Schauspielers
unter der Maske und ich konnte auch meine Erfahrungen mit denen
anderer Kollegen vergleichen. |
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T. C.: Wie waren Ihre Erfahrungen während der Dreharbeiten des 4. „Hellraiser“-Films?
Es soll da viele Probleme gegeben haben... |
Drehbuchseite stehen Special Effects. Und schließlich ist irgendwie
alles schief gelaufen, was nur schief gehen konnte: es gab einen
Streik, eine Überschwemmung, ein Feuer brach aus, einer der
Kinderdarsteller kriegte die Windpocken! Innerhalb der ersten 14
Drehtage lagen wir schon 3 Tage hinter dem Drehplan und bei einer so
knapp bemessenen Drehzeit kann man diesen Verlust nicht wieder
einholen. Aber uns wurde nicht mehr Zeit bewilligt. An so einem
Punkt hat man drei Möglichkeiten: Man stoppt die Produktion - wobei
es in Hollywood ein ungeschriebenes Gesetz ist, dass wenn man einmal
eine Produktion stoppt, man nie mehr damit anfängt - oder man hängt
zusätzliche Zeit dran, oder man versucht, Zeit gutzumachen. Und die
wollten Zeit gutmachen und das wurde damit versucht, indem man am
Script herumfuschelte, was meiner Meinung nach ein sicheres Rezept
für ein komplettes Desaster ist. Als ich Los Angeles verließ, hatte
ich im Gefühl, dass wir erst zwei Drittel des Films hatten.
Allerdings würde ich die Schuld daran nie Kevin Yagher (dem
Regisseur) geben. Es war ein Film, der unter vielen Schwierigkeiten
gedreht wurde und es war Kevin’s erster Kinofilm und für ihn war es
extrem, sich inmitten dieses Chaos zu behaupten. Wir haben zweimal
nachgedreht und Kevin konnte leider dabei nicht Regie führen, also
sprang Joe Chapelle ein. Als der Film fertig war, fühlten sich weder
Kevin noch Joe in der Lage, dem Film ihren Namen als Regisseur zu
geben, also wurde Alan Smithee als Regisseur genannt, eine wahre
Hollywood-Legende. |
T. C.: Wie viel Einfluss haben Sie als Schauspieler auf das
Drehbuch? |
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Öfteren vor, fangen die Verantwortlichen an, über Umbesetzung zu
reden. Jetzt geht es sicherlich vielen Fans und auch mir so, dass
man sich niemand anderen in der Rolle des Pinhead in den Hellraiser-Filmen vorstellen
kann, aber das wäre nicht ausgeschlossen, solche Sachen sind üblich.
Als ein Schauspieler ist der Einfluss, den man auf ein Projekt oder
ein Drehbuch hat, sehr begrenzt. Es gibt nur wenige Ausnahmen bei
den Darstellern, die Änderungen am Script durchsetzen können, wie z.
B: die Dustin Hoffmans und die Tom Cruises der Branche. |
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T.C.: Sehen Sie Pinhead nicht manchmal als Fluch an, der Sie stets
verfolgt? |
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© 1997 by N. I. Fragen von:
Hans Georg Fröhder, Andrea Hardebusch,
Biggie Menzel und
Nikki Iskra |